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05.10.2026

Mit Perplexity Leads generieren: Die besten Prompts für die B2B-Recherche (2026)

Mit Perplexity B2B-Leads recherchieren: 16 kopierfertige Prompts für Zielkundenprofil, Kaufsignale, Ansprechpartner und Erstkontakt, dazu Funktionen und Grenzen.
Janik Deimann
Janik Deimann
Laptop mit Recherche-Dashboard und dem Titel Mit Perplexity Leads generieren

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Perplexity gehört neben ChatGPT und Gemini zu den bekanntesten KI-Tools. Allein in Deutschland wird der Name laut Ahrefs rund 689.000 Mal im Monat gesucht. Anders als ein klassischer Chatbot sucht Perplexity live im Web und belegt jede Aussage mit einer Quelle, die du anklicken und prüfen kannst. Deshalb ist das Tool für den Vertrieb so interessant.

Wie das in der Praxis aussieht, beschreibt ein Nutzer in der Perplexity-Community auf Reddit. Er lässt Perplexity jede Woche 40 bis 50 Firmen aus Google Maps gegen sein Zielkundenprofil prüfen und sich zu jedem passenden Treffer einen Aufhänger heraussuchen. Bei einem Poolbauer, dessen Kunden in Bewertungen über mehr als zwei Wochen Wartezeit auf Angebote klagten, stieg er genau mit diesem Punkt ein und bekam noch am selben Tag eine Antwort. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Prompts dir helfen, mit Perplexity Leads zu generieren, welche Funktion für welche Aufgabe passt und woher die Kontaktdaten am Ende kommen.

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Das Wichtigste in Kürze
  • Perplexity ist eine KI-Suchmaschine mit Quellenangabe. Für die Leadgenerierung ist sie am stärksten bei Kaufsignalen, Account-Briefings, der Prüfung einzelner Firmen und Aufhängern für den Erstkontakt.
  • Gute Perplexity-Prompts enthalten fünf Bausteine. Das sind Rolle, Zielkundenprofil, bevorzugte Quellen, ein festes Ausgabeformat mit Quell-URL pro Zeile und die Regel „unbekannt statt raten“.
  • Den größten Nutzen bringt ein fester Trigger-Scan über deine wichtigsten Accounts. Im Team legst du Format und Quellenregeln dafür einmal in einem Project fest, dem Nachfolger der Spaces.
  • Perplexity ist keine Kontaktdatenbank. Listen bleiben Stichproben, E-Mail-Adressen und Ansprechpartner sind oft veraltet oder fehlen. Die Firmen- und Kontaktdaten holst du dir besser aus einem spezialisierten Tool wie Leadscraper.
  • Kundendaten gehören nur in einen Enterprise-Tarif mit Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Für Werbe-E-Mails brauchst du nach § 7 UWG auch im B2B eine vorherige Einwilligung.

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Warum Perplexity für die Leadgenerierung anders ist als ChatGPT oder Gemini

Perplexity ist von Anfang an als Suchmaschine gebaut. Jede Antwort entsteht aus einer aktuellen Websuche und jede Aussage trägt eine nummerierte Quelle. Für die Leadrecherche ist das der entscheidende Punkt, denn du siehst sofort, ob eine Finanzierungsrunde aus einer Pressemitteilung stammt oder aus einem drei Jahre alten Blogbeitrag.

Dazu kommt, dass Perplexity mehrere Sprachmodelle kombiniert und je Anfrage das passende auswählt. Laut der Preisseite von Perplexity gehören Modelle von OpenAI, Google, Anthropic und NVIDIA dazu, im Pro-Tarif wählst du dein Wunschmodell selbst. Pro und Max greifen außerdem auf Premium-Datenquellen wie PitchBook und Statista zu. Für Branchen- und Marktrecherchen ist das ein echter Vorteil gegenüber der offenen Websuche.

ChatGPT und Gemini können inzwischen ebenfalls im Web suchen. Ihre Stärke liegt aber eher beim Schreiben, Umformulieren und Verarbeiten von Texten. Aus meiner Erfahrung lohnt sich deshalb eine Arbeitsteilung, bei der Perplexity recherchiert und belegt, während du für Mails und Gesprächsleitfäden zu ChatGPT mit eigenen Prompts für die Leadgenerierung oder zu Google Gemini wechselst.

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WerkzeugStärke in der LeadrechercheGrenzeGut geeignet für
LeadscraperFrisch recherchierte Leadlisten mit Firma, Website, Ansprechpartner und Kontaktdaten, jeweils mit QuelleTexte und Briefings übernimmt ein KI-AssistentDie Datenbasis jeder Akquise-Runde
PerplexityLive-Websuche mit Quelle pro Aussage, Deep Research, Premium-DatenquellenListen bleiben Stichproben, Kontaktdaten unzuverlässigKaufsignale, Account-Briefings, Gesprächsaufhänger
ChatGPTStarke Text- und Strukturarbeit, Websuche zuschaltbarQuellenangaben je nach Modus unterschiedlich ausführlichZielkundenprofil, Mails, Gesprächsleitfäden
GeminiAnbindung an die Google-Suche und an Google-TabellenFirmendaten müssen einzeln geprüft werdenSchnelle Recherchen im Google-Umfeld

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Welche Perplexity-Funktion für welche Vertriebsaufgabe?

Für die meisten Prompts in diesem Ratgeber reicht die Suche mit Pro Search. Deep Research lohnt sich für ausführliche Account-Briefings und Scans über viele Firmen, Projects für feste Abläufe im Team und Comet für kleine Listen, die du im Browser abarbeiten lässt.

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Suche mit Pro Search

Im Vertrieb: Firmen nach Kriterien finden, einzelne Accounts prüfen, Ansprechpartner-Rollen klären.

Grenze: Kostenlos sind drei Pro-Suchen am Tag, danach greift die einfache Suche.

Deep Research in Perplexity Computer

Im Vertrieb: Account-Briefings, Trigger-Scans über viele Firmen, Markt- und Wettbewerbsberichte.

Grenze: Dauert länger und ist kontingentiert. Den vollen Umfang mit Computer gibt es ab dem Pro-Tarif.

Projects (früher Spaces)

Im Vertrieb: Feste Anweisungen, bevorzugte Quellen und Dateien wie dein Zielkundenprofil für das ganze Team.

Grenze: In Pro und Max teilst du ein Project mit bis zu fünf weiteren Personen.

Comet Assistant und Agent

Im Vertrieb: Websites und Verzeichnisse im Browser durchgehen und Ergebnisse in eine Tabelle übertragen lassen.

Grenze: Agent-Aufgaben können bei längeren Listen abbrechen, die Nutzung ist je nach Tarif begrenzt.

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Im Vertrieb macht Deep Research für mich den größten Unterschied. Perplexity beschreibt sie als agentische Suche, die vor dem Start plant, viele Suchen nacheinander ausführt und die Ergebnisse zu einem Bericht zusammenführt. Seit dem 11. Juni 2026 läuft Deep Research in Perplexity Computer, dem Agenten, den Perplexity im Februar 2026 vorgestellt hat. Laut Perplexity betreffen fast 26 Prozent aller Computer-Aufgaben Recherche und Analyse, mehr als jede andere Kategorie.

Projects haben die Spaces am 30. Juli 2026 abgelöst. Laut Hilfe-Center hinterlegst du dort Anweisungen mit bis zu 8.000 Zeichen, Dateien und Domains, die Perplexity bevorzugt durchsuchen soll. Ein Project ist standardmäßig privat. Ich halte Projects für die am meisten unterschätzte Funktion im Vertrieb, weil sie aus losen Einzelprompts einen festen Teamstandard machen.

Comet ist der Browser von Perplexity, in dem ein Agent Webseiten selbst bedient. Für die Leadrecherche klingt das verlockend. In der Praxis lohnt er sich vor allem für kleine Listen, bei denen du ohnehin jede Zeile anschaust.

So baust du einen Perplexity-Prompt, der brauchbare Leads liefert

Ein guter Perplexity-Prompt für die Leadgenerierung sagt der KI, wen sie sucht, wo sie suchen soll, wie das Ergebnis aussehen muss und was sie bei Lücken tun soll. Aus meiner Erfahrung entstehen die meisten schlechten Ergebnisse, weil eine dieser Angaben fehlt. Perplexity selbst empfiehlt in seinen Prompting-Tipps klare Anweisungen, Kontext und eine Vorgabe zum Format.

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Fünf Bausteine eines Perplexity-Prompts

1

Rolle

Zum Beispiel „Du bist Rechercheassistent im B2B-Vertrieb eines IT-Dienstleisters“.

2

Zielkundenprofil

Branche, Region, Größe, Merkmale und Ausschlüsse, so konkret wie möglich.

3

Quellen

Impressum, Unternehmenswebsite, Handelsregister, Stellenportale, Pressemitteilungen.

4

Ausgabeformat

Tabelle mit festen Spalten und einer Quell-URL in jeder Zeile.

5

Regel bei Lücken

„Schreibe ‚unbekannt‘, wenn du etwas nicht belegen kannst. Erfinde nichts.“

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Am wichtigsten ist aus meiner Sicht der fünfte Baustein. Ohne ihn füllt jedes Sprachmodell Lücken mit plausibel klingenden Angaben. Mit ihm bekommst du eine Tabelle, in der du auf einen Blick siehst, was belegt ist und wo du selbst nachrecherchieren musst.

Die besten Perplexity-Prompts für die Leadgenerierung

Die folgenden 16 Prompts bauen aufeinander auf. Du startest beim Zielkundenprofil, findest passende Firmen, suchst nach Kaufsignalen, klärst die Zuständigkeit und bereitest den Erstkontakt vor. Ersetze die Angaben in eckigen Klammern durch deine eigenen und starte für jeden Abschnitt einen neuen Thread, damit Perplexity nicht mit altem Kontext weiterarbeitet. Arbeitest du ohne Project, stellst du jedem Prompt die Rolle aus Prompt 1 voran und hängst den Satz „Schreibe ‚unbekannt‘, wenn du etwas nicht belegen kannst.“ an.

1) Prompts für Zielkundenprofil und Zielmarkt

Am Anfang steht das Zielkundenprofil, auch ICP genannt. Perplexity hilft dir hier vor allem, Annahmen mit Marktdaten zu prüfen.

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Prompt 1: Zielkundenprofil schärfen

Du bist Rechercheassistent im B2B-Vertrieb. Wir verkaufen [unser Angebot] an [Branche] in [Region]. Unsere besten Kunden sind [Kunde A, Kunde B, Kunde C].

Recherchiere öffentlich verfügbare Informationen zu diesen drei Firmen und leite daraus gemeinsame Merkmale ab, etwa Größe, Geschäftsmodell, Standorte, eingesetzte Software und aktuelle Herausforderungen. Gib das Ergebnis als Tabelle mit den Spalten Merkmal, Ausprägung, Quelle aus. Schreibe „unbekannt“, wenn du etwas nicht belegen kannst.

Prompt 2: Marktsegmente in der DACH-Region

Welche Teilsegmente der Branche [Branche] gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz? Nenne für jedes Segment die ungefähre Zahl der Unternehmen, typische Unternehmensgrößen und die wichtigsten Verbände oder Branchenverzeichnisse. Nutze bevorzugt Daten von Destatis, Statistik Austria, dem Schweizer Bundesamt für Statistik und von Verbänden und gib zu jeder Zahl die Quelle und das Erhebungsjahr an.

Prompt 3: Schmerzpunkte der Zielbranche

Welche Probleme beschäftigen [Rolle, z. B. Geschäftsführer] in [Branche] im Jahr 2026 am meisten? Werte Fachmedien, Verbandsumfragen und Diskussionen in Foren aus. Gib die fünf häufigsten Themen mit je einem Beleg-Link und einem Satz aus, wie [unser Angebot] dabei hilft.

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2) Prompts für Firmenrecherche und erste Listen

Mit diesen Prompts findest du konkrete Firmen, die zu deinem Profil passen. Perplexity liefert dabei Stichproben, nie eine vollständige Marktliste. Ich nutze sie deshalb vor allem, um das Zielkundenprofil an echten Firmen zu testen, bevor die eigentliche Leadliste entsteht.

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Prompt 4: Firmen nach Kriterien

Finde 15 Unternehmen aus [Branche] mit Sitz in [Region/Bundesland] und [Merkmal, z. B. 20 bis 200 Mitarbeitende, eigener Fuhrpark, Onlineshop]. Prüfe jedes Unternehmen anhand der eigenen Website und des Impressums.

Ausgabe als Tabelle mit den Spalten Firmenname, Website, Ort, Grund für die Passung, Quell-URL. Nimm nur Firmen auf, deren Website erreichbar ist. Schreibe „unbekannt“ statt zu schätzen.

Prompt 5: Lookalikes zu Bestandskunden

Unser bester Kunde ist [Firma, Website]. Finde zehn Unternehmen in [Region], die ihm in Geschäftsmodell, Größe und Zielgruppe ähneln, aber nicht zum selben Konzern gehören. Gib das Ergebnis als Tabelle mit den Spalten Firmenname, Website, Ort, Begründung in einem Satz und Quell-URL aus. Schreibe „unbekannt“ statt zu schätzen.

Prompt 6: Bewertungen als Bedarfssignal

Suche [Branche, z. B. Handwerksbetriebe für Sanitär] in [Stadt], bei denen sich in öffentlichen Bewertungen der letzten zwölf Monate Beschwerden über [Problem, das wir lösen, z. B. lange Wartezeiten auf Angebote] häufen. Gib das Ergebnis als Tabelle mit Firmenname, Website, Problem in eigenen Worten und Link zur Bewertungsseite aus. Nimm nur Firmen auf, bei denen du die Beschwerden über einen Link belegen kannst.

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Prompt 6 ist an den Ablauf aus der Einleitung angelehnt. Der Nutzer lässt dafür Perplexity Computer einmal pro Woche über den Comet-Browser die Einträge auf Google Maps durchgehen. Seine Aufhänger kommen aus veralteten Anzeigen, neuen Einstellungen oder Beschwerden in Bewertungen. Mit dem Comet-Agenten, der die Bewertungsseiten selbst öffnet, funktioniert der Prompt deshalb am besten.

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Tipp

Schreib nach der ersten Antwort „Nenne 15 weitere Unternehmen, die noch nicht in der Liste stehen“. So erweiterst du die Liste Schritt für Schritt. Prüfe sie danach auf doppelte Einträge, denn in längeren Threads können Firmen mehrfach auftauchen.

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3) Prompts für Trigger-Events und Kaufsignale

Hier spielt Perplexity seine größte Stärke aus. Ein Trigger-Event im Vertrieb ist ein Ereignis, das einen Bedarf auslöst, etwa ein neuer Standort, ein Führungswechsel oder eine Finanzierungsrunde.

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Prompt 7: Wochen-Scan für deine Ziel-Accounts

Prüfe die folgenden Unternehmen auf Ereignisse der letzten 30 Tage: [Firma 1, Firma 2, … bis Firma 10]. Suche nach Führungswechseln, Übernahmen, Finanzierungen, neuen Standorten, größeren Aufträgen, neuen Produkten und Stellenabbau.

Gib pro Firma das Ereignis, das Datum, die Quelle und eine Einschätzung in einem Satz aus, wie das Ereignis den Bedarf an [unser Angebot] beeinflussen könnte. Wenn du zu einer Firma nichts findest, schreibe „kein Ereignis gefunden“.

Prompt 8: Stellenanzeigen als Kaufsignal

Finde Unternehmen in [Region], die in den letzten vier Wochen Stellen für [Rolle, z. B. Vertriebsinnendienst, Buchhaltung, IT-Administration] ausgeschrieben haben. Gib Firmenname, Stellentitel, Datum der Anzeige und den Link zur Anzeige aus. Markiere Firmen, die mehrere ähnliche Stellen gleichzeitig ausschreiben. Nimm nur Anzeigen auf, die du über einen Link belegen kannst.

Prompt 9: Wachstum und Investitionen

Welche Unternehmen aus [Branche] in [Region] haben in den letzten zwölf Monaten eine Finanzierungsrunde, einen Neubau, eine Werkserweiterung oder einen Markteintritt angekündigt? Nutze Pressemitteilungen, regionale Wirtschaftsmedien und Förderdatenbanken. Gib das Ergebnis als Tabelle mit Firma, Ereignis, Datum und Quelle aus.

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Mein Rat ist, den Wochen-Scan fest in den Kalender zu legen, zum Beispiel jeden Montagmorgen für die zehn wichtigsten Accounts. Mit einem Project, in dem die Account-Liste als Datei liegt, reicht dann ein kurzer Satz als Prompt.

4) Prompts für Ansprechpartner und Buying Center

Bei Namen wird Perplexity unzuverlässig. Frag deshalb zuerst nach Rollen und Zuständigkeiten und erst danach nach Personen, denn so findest du den richtigen Ansprechpartner deutlich zuverlässiger.

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Prompt 10: Zuständige Rollen klären

Wer entscheidet bei einem Unternehmen wie [Firma, Website] mit rund [Zahl] Mitarbeitenden typischerweise über [unser Angebot]? Nenne die beteiligten Rollen, ihre Interessen und mögliche Einwände. Prüfe anschließend auf der Website, im Impressum und in Pressemitteilungen, welche Personen diese Rollen dort öffentlich innehaben. Gib zu jedem Namen die Quelle und das Datum der Quelle an. Wenn du für eine Rolle keine Person belegen kannst, schreibe „unbekannt“.

Prompt 11: Ghost Check vor dem Erstkontakt

Prüfe für die folgenden Personen, ob sie nach öffentlich verfügbaren Quellen noch in der genannten Position beim genannten Unternehmen arbeiten: [Name, Position, Firma]. Nutze die Unternehmenswebsite, aktuelle Pressemitteilungen und Fachmedien. Gib pro Person „bestätigt“, „vermutlich gewechselt“ oder „nicht prüfbar“ aus, jeweils mit Quelle und Datum.

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Den Ghost Check hat ein Vertriebler in der Community r/salesdevelopment beschrieben. Nach seiner Erfahrung hatten 20 bis 25 Prozent seiner Kontakte ihre Position schon verlassen, als er sie kontaktieren wollte. Eine gültige E-Mail-Adresse beweist nur, dass das Postfach existiert. Er prüft deshalb zusätzlich zur E-Mail-Verifizierung mit Perplexity, ob die Person noch in dieser Position arbeitet. Ganze Kontaktlisten aus deinem CRM gehören dafür nur in einen Enterprise-Tarif.

5) Prompts für Account-Briefing und Gesprächsvorbereitung

Für diese beiden Prompts lohnt sich Deep Research, weil Perplexity dann viele Quellen liest und ein zusammenhängendes Briefing schreibt.

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Prompt 12: Account-Briefing auf einer Seite

Erstelle ein Briefing zu [Firma, Website] für ein Erstgespräch über [unser Angebot]. Gliedere es in Geschäftsmodell und Kunden, Größe und Standorte, Entwicklungen der letzten zwölf Monate, vermutete Herausforderungen, eingesetzte Software und drei Fragen für das Gespräch.

Maximal eine Seite. Jede Aussage mit Quelle. Trenne klar zwischen belegten Fakten und deiner Einschätzung.

Prompt 13: Wettbewerb und Einwände

Mit welchen Anbietern arbeitet [Firma] im Bereich [unser Thema] nach öffentlichen Quellen bereits zusammen, etwa laut Referenzseiten, Fallstudien oder Stellenanzeigen? Welche Einwände sind deshalb im Gespräch zu erwarten? Gib zu jedem Punkt die Quelle an und schreibe „unbekannt“, wenn es keine Belege gibt.

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6) Prompts für den personalisierten Erstkontakt

Perplexity liefert dir hier den Anlass, den Text schreibst du am besten selbst oder lässt ihn dir als Entwurf geben. In der Tech-Sales-Community schreibt ein Nutzer, KI-geschriebene Nachrichten seien schlecht, die Recherche durch die KI dagegen großartig. Der Kommentar bekam fast 50 Upvotes und ich sehe das genauso.

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Prompt 14: Drei Aufhänger mit Beleg

Finde drei konkrete, öffentlich belegte Anlässe, [Name, Rolle] bei [Firma] auf [unser Thema] anzusprechen. Das können Interviews, Beiträge, Vorträge, Pressemitteilungen oder Stellenanzeigen der letzten sechs Monate sein. Gib pro Anlass einen Satz Zusammenfassung, das Datum und den Link aus. Keine Vermutungen über private Interessen.

Prompt 15: Einstieg für Anruf oder Brief

Schreibe auf Basis von Anlass [Nummer] drei Varianten für den ersten Satz eines Telefonats oder Briefes an [Name]. Jede Variante bezieht sich auf den belegten Anlass, enthält keine Floskeln und ist höchstens 25 Wörter lang. Prüfe jede Variante gegen die Quelle und streiche alles, was dort nicht steht.

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Anweisungen für ein Perplexity Project im Vertriebsteam

Wenn mehrere Leute im Team mit Perplexity recherchieren, lege ein gemeinsames Project an und hinterlege diese Anweisungen. Dann gelten Format und Quellenregeln automatisch für jede Anfrage im Project.

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Prompt 16: Anweisungen für das Project „Leadrecherche“

Du unterstützt das Vertriebsteam von [Firma] bei der Recherche zu B2B-Leads in der DACH-Region. Unser Zielkundenprofil steht in der Datei „ICP.pdf“. Bevorzuge Unternehmenswebsites, Impressum, Handelsregister, Pressemitteilungen, Stellenportale und regionale Wirtschaftsmedien.

Gib Ergebnisse immer als Tabelle aus und setze in jede Zeile die Quell-URL und das Datum der Quelle. Erfinde keine Namen, E-Mail-Adressen oder Telefonnummern. Wenn du etwas nicht belegen kannst, schreibe „unbekannt“. Trenne Fakten und Einschätzungen. Antworte auf Deutsch.

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Von der Perplexity-Antwort ins CRM

Perplexity liefert dir Kontext und Anlässe, das CRM braucht saubere Datensätze. Der Weg dazwischen klappt am besten in fünf Schritten.

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So greifen Perplexity und Leadliste ineinander

1

Zielkundenprofil festlegen

Mit den Prompts 1 bis 3 schärfst du Branche, Größe, Region und Schmerzpunkte.

2

Leadliste erstellen

Firmen, Ansprechpartner und Kontaktdaten kommen aus einer strukturierten Quelle wie Leadscraper.

3

Signale mit Perplexity

Trigger-Scan, Ghost Check und Briefing für die vielversprechendsten Accounts.

4

Prüfen und bereinigen

Quellen stichprobenartig öffnen, Dubletten entfernen, veraltete Kontakte aussortieren.

5

Import und Ansprache

Datensätze mit Anlass und Quelle ins CRM übernehmen und den Erstkontakt vorbereiten.

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Ich halte mich an diese Reihenfolge, erst die Leadliste, dann die Signale. Wer zuerst Perplexity nach Firmen fragt und dann Kontaktdaten dazusucht, verbringt die meiste Zeit mit Nachrecherche. Mit Leadscraper beschreibst du deine Zielgruppe in eigenen Worten und bekommst eine frisch recherchierte Liste mit Ansprechpartnern und Quellen. Perplexity setzt du dann gezielt dort ein, wo es um das Warum und das Wann geht.

Damit der Import reibungslos läuft, lohnt sich ein festes Spaltenschema. Die folgende Struktur passt in die meisten CRM-Systeme und lässt sich in Prompt 4 und Prompt 7 direkt als Ausgabeformat vorgeben.

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SpalteInhaltWoher
Firma und WebsiteOffizieller Name laut Impressum, DomainLeadliste, mit Perplexity geprüft
Ansprechpartner und RolleName, Position, Stand der InformationLeadliste, Ghost Check mit Perplexity
KontaktdatenGeschäftliche Telefonnummer, E-Mail-AdresseLeadliste mit Quellenangabe
AnlassTrigger-Event in einem Satz, DatumPerplexity
QuelleURL zu jeder AussagePerplexity und Leadliste

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Wo Perplexity an Grenzen stößt

Perplexity ist für die Leadrecherche das beste KI-Werkzeug, das ich kenne. Drei Grenzen solltest du trotzdem im Blick haben, bevor du ganze Akquise-Runden darauf aufbaust.

Erfundene oder veraltete Firmen und Kontakte

Auch mit Quellenangabe kann Perplexity falsch liegen. Typisch sind Firmen, die es unter dem Namen nicht mehr gibt, Websites, die nicht erreichbar sind, sowie E-Mail-Adressen, die nach einem gängigen Muster zusammengesetzt wurden. KI-Assistenten eignen sich deshalb für Recherche und Personalisierung, die Daten selbst sollten aus einer echten Datenquelle kommen. Ich würde mindestens jede fünfte Quelle selbst öffnen, bei Kontaktdaten jede einzelne.

Limits bei Deep Research und Agenten

Laut Tarifübersicht im Hilfe-Center gibt es kostenlos drei Pro-Suchen am Tag und eine Research-Anfrage im Monat. Für Pro und Max gibt Perplexity wöchentliche und monatliche Limits je nach Nutzungsintensität an, feste Zahlen stehen dort nicht. Enterprise Pro kommt auf 400 Pro-Suchen pro Woche und 50 Research-Anfragen pro Monat. Wer täglich viele Accounts mit Deep Research scannt, sollte sein Kontingent im Pro-Tarif deshalb im Blick behalten.

Bei Agent-Aufgaben kommt die Stabilität dazu. Ein Berater für Outbound-Vertrieb zeigt in einem YouTube-Test zu Comet, dass der Agent im ersten Durchlauf nur drei von zehn Profilen recherchiert hat. Seine eigene Einordnung ist nüchtern. Perplexity sei bei der Echtzeit-Recherche führend, ersetze aber nicht die eigentliche Arbeit.

Unvollständige Listen und doppelte Einträge

Perplexity zeigt dir, was die Websuche für deine Anfrage hergibt. Eine vollständige Liste aller passenden Unternehmen einer Region bekommst du so nicht. Auch einen Abgleich über mehrere Anfragen hinweg gibt es nicht. Für die Akquise im großen Stil brauchst du eine Quelle, die Listen sauber aufbaut und abgleicht.

Datenschutz und Recht kurz erklärt

Für die Recherche zu Firmen ist Perplexity unkritisch. Sobald personenbezogene Daten im Spiel sind, also Namen, Positionen oder Kontaktdaten, gelten DSGVO und Wettbewerbsrecht.

  • Keine Kundendaten in Free, Pro oder Max. In diesen Tarifen kannst du die Nutzung deiner Daten für das KI-Training nur abwählen. Erst in den Enterprise-Tarifen werden Daten laut Perplexity nie für das Training genutzt. Die Enterprise-Bedingungen verweisen auf einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung.
  • Recherche braucht eine Rechtsgrundlage. Das Speichern geschäftlicher Kontaktdaten aus öffentlichen Quellen lässt sich meist auf das berechtigte Interesse nach Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO stützen. Nach Art. 14 DSGVO informierst du die Personen spätestens bei der ersten Kontaktaufnahme darüber, woher die Daten stammen und wofür du sie nutzt.
  • Werbe-E-Mails nur mit Einwilligung. Nach § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG ist E-Mail-Werbung ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung auch im B2B unzulässig. Das gilt auch für werbende Direktnachrichten in sozialen Netzwerken. Für den kalten Erstkontakt bleiben im B2B vor allem das Telefon bei mutmaßlicher Einwilligung und der Brief, während Cold E-Mail Outreach eine vorherige Einwilligung voraussetzt.

Dieser Abschnitt ist eine Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung.

Fazit

Wer mit Perplexity Leads generieren will, bekommt ein sehr gutes Rechercheinstrument. Kaufsignale, Zuständigkeiten und Gesprächsanlässe findet Perplexity schneller als jede manuelle Suche. Dazu schreibt es dir Account-Briefings, in denen sich jede Aussage über die Quelle prüfen lässt. Die Prompts in diesem Ratgeber funktionieren am besten als Kette mit festem Ausgabeformat und der Regel „unbekannt statt raten“.

Meine Empfehlung ist eine klare Arbeitsteilung. Die Leadliste mit Firmen, Ansprechpartnern und Kontaktdaten kommt aus Leadscraper, Perplexity liefert für die wichtigsten Accounts das Warum und das Wann. Wer im Team arbeitet, legt die Regeln einmal in einem Project fest und spart sich bei jeder Anfrage die halbe Prompt-Länge.

Häufige Fragen zur Leadgenerierung mit Perplexity

Ist Perplexity für die Leadrecherche kostenlos nutzbar?

Ja, mit Einschränkungen. Im kostenlosen Tarif hast du drei Pro-Suchen am Tag und eine Research-Anfrage im Monat. Für regelmäßige Trigger-Scans und Deep Research brauchst du einen kostenpflichtigen Tarif.

Kann Perplexity E-Mail-Adressen und Telefonnummern finden?

Nur wenn sie öffentlich auf einer Website stehen, etwa im Impressum. Persönliche E-Mail-Adressen von Ansprechpartnern sind oft nicht auffindbar oder werden nach einem Muster geraten. Verlässliche Kontaktdaten mit Quellenangabe bekommst du aus einem spezialisierten Tool wie Leadscraper.

Was ist der Unterschied zwischen Perplexity Spaces und Projects?

Projects sind die Weiterentwicklung der Spaces und haben sie Ende Juli 2026 ersetzt. Bestehende Spaces wurden übernommen. Projects bündeln Suchen, Computer-Aufgaben, Dateien, Anweisungen und angebundene Tools an einem Ort und lassen sich mit dem Team teilen.

Lohnt sich Deep Research für die Vertriebsrecherche?

Für Account-Briefings vor wichtigen Terminen und für Trigger-Scans über mehrere Firmen ja. Deep Research liest deutlich mehr Quellen als Pro Search und schreibt einen zusammenhängenden Bericht. Für einzelne Faktenfragen reicht Pro Search.

Ist Perplexity besser als ChatGPT für die Leadgenerierung?

Für die Recherche ja, weil jede Aussage mit einer Quelle belegt ist und Perplexity auf aktuelle Webinhalte ausgelegt ist. Für Texte, Gesprächsleitfäden und die Arbeit mit eigenen Dokumenten ist ChatGPT oft angenehmer. Am besten nutzt du beide nebeneinander, Perplexity für die Recherche und ChatGPT für die Texte.

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