Leadgenerierung
13.04.2026

Xing oder LinkedIn: Welche Plattform lohnt sich für B2B-Vertrieb?

Xing hat sich zum reinen Job-Netzwerk gewandelt, LinkedIn dominiert den B2B-Vertrieb. Erfahre, was das für deine Leadgenerierung bedeutet.
Janik Deimann
Janik Deimann

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LinkedIn oder Xing – diese Frage stellt sich für B2B-Vertriebler im DACH-Raum seit Jahren. Die Antwort ist heute klarer als je zuvor, denn Xing hat sich in den letzten zwei Jahren grundlegend verändert. Wer das nicht weiß, verschwendet Zeit auf der falschen Plattform.

Das Wichtigste in Kürze
  • Xing hat sich seit 2023 vom Business-Netzwerk zum reinen Job- und Recruiting-Portal umgebaut – für aktiven B2B-Vertrieb ist die Plattform heute kaum noch relevant.
  • LinkedIn hat im Februar 2025 die Marke von 26 Millionen Nutzern in der DACH-Region geknackt und wächst jährlich um rund 17 Prozent – Entscheider und Führungskräfte sind dort überproportional stark vertreten.
  • Für B2B-Leadgenerierung im DACH-Raum ist LinkedIn die klare Wahl. Xing lohnt sich allenfalls noch für Unternehmen in klassischen HR- oder Recruiting-Branchen.

Xing ist nicht mehr das, was es war

Xing konzentriert sich seit 2023 fast ausschließlich auf Jobsuche und Recruiting. Die Plattform hat ihre Business-Networking-Funktionen schrittweise zurückgebaut: Gruppenfeeds wurden eingestellt, der Content-Feed verlor an Bedeutung, und der Algorithmus priorisiert heute Stellenanzeigen und Karriere-Inhalte. Wer auf Xing nach Entscheidern sucht, stößt schnell auf Profile, die seit Monaten oder Jahren nicht mehr aktiv gepflegt wurden.

Das ist kein Zufall, sondern Strategie. Die New Work SE, Muttergesellschaft von Xing, hat die Plattform bewusst in Richtung Jobmarkt gelenkt. Das bedeutet für B2B-Vertriebler konkret: Die Zielgruppe, die du dort ansprachen könntest, schaut sich nach einem neuen Job um, nicht nach neuen Dienstleistern oder Produkten.

LinkedIn dominiert den DACH-Markt für B2B-Kontakte

LinkedIn ist heute die dominante Plattform für professionelles Networking im DACH-Raum. Im Februar 2025 überschritt die Plattform die Marke von 26 Millionen Mitgliedern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Wachstum liegt bei rund 17 Prozent pro Jahr, und der Anteil aktiver Entscheider und Führungskräfte ist überdurchschnittlich hoch. Weltweit sind über 65 Millionen Entscheidungsträger auf LinkedIn registriert, davon allein 10 Millionen auf C-Level-Positionen.

Das schlägt sich direkt in der Erreichbarkeit nieder. Beim Outbound über LinkedIn erreichst du Einkäufer, Geschäftsführer und Vertriebsleiter in einer Umgebung, in der sie aktiv nach fachlichen Impulsen suchen und bereit sind, Gespräche zu führen. Auf Xing fehlt diese Grundstimmung.

Was LinkedIn für den Vertrieb bietet, was Xing nicht kann

LinkedIn ist nicht nur eine Kontaktdatenbank, sondern ein vollständiges Vertriebsökosystem. Der Sales Navigator erlaubt präzise Suchen nach Branche, Unternehmensgröße, Funktion und Seniorität. InMail-Nachrichten erreichen auch Personen außerhalb deines Netzwerks. Dazu kommen native Integrationen in CRM-Systeme wie HubSpot, Pipedrive oder Salesforce, die den Übergang vom Erstkontakt in den Sales-Prozess deutlich vereinfachen.

Xing bietet keine vergleichbaren Vertriebstools. Kontakte lassen sich suchen, aber die Trefferquote ist deutlich geringer, Automatisierungen sind kaum möglich, und CRM-Integrationen existieren praktisch nicht. Wer heute LinkedIn-Vertrieb strukturiert betreibt, hat einen messbaren Vorsprung gegenüber denen, die noch auf Plattformen setzen, die sich nicht mehr weiterentwickeln.

Content-Marketing und Sichtbarkeit: Nur LinkedIn bietet echte Reichweite

Fachartikel, kurze Beiträge, Videos, Umfragen – auf LinkedIn funktioniert Content als Vertriebsinstrument. Ein gut aufgebauter Post kann organisch Tausende von Fachleuten erreichen, ohne dass du einen Cent für Werbung ausgibst. Entscheider kommentieren, teilen und nehmen Kontakt auf, wenn der Inhalt relevant ist. Das ist Social Selling in seiner effektivsten Form.

Aus meiner Einschätzung ist das der unterschätzte Vorteil von LinkedIn: Wer regelmäßig klaren, praxisnahen Content postet, baut über Monate hinweg eine Bekanntheit in seiner Zielgruppe auf, ohne aktiv kalt akquirieren zu müssen. Auf Xing fehlt diese Dynamik. Der Feed ist dünn, die Interaktionsrate gering, und das Publikum ist schlicht nicht mehr da.

LinkedIn vs. Xing im direkten Vergleich

Kriterium LinkedIn Xing
Nutzer DACH (2025) 26 Mio. ca. 21 Mio.
Plattform-Fokus B2B-Networking, Vertrieb, Content Jobsuche, Recruiting
Aktive Entscheider Hoch (65 Mio. weltweit) Gering, Rückgang seit 2023
Sales Navigator Ja, umfangreich Nein
CRM-Integration HubSpot, Pipedrive, Salesforce u.a. Kaum vorhanden
Content-Reichweite Hoch, organisch skalierbar Gering, Feed stark reduziert
Outbound-Eignung B2B Sehr gut Eingeschränkt
KI- und Automatisierungstools Zahlreiche Drittanbieter-Integrationen Keine nennenswerten
Internationaler Reach 1,1 Mrd. Nutzer weltweit DACH-Region

Wann Xing noch sinnvoll sein kann

Xing ist nicht vollständig wertlos. Für HR-Abteilungen, Headhunter und Unternehmen, die aktiv Fachkräfte suchen, bleibt die Plattform ein nützliches Werkzeug. Der Recruiting-Bereich ist nach wie vor aktiv, und in klassischen deutschen Mittelstandsbranchen wie Maschinenbau, Handwerk oder Bauwesen gibt es dort noch Zielgruppen, die auf Xing aktiv sind.

Wenn du allerdings Entscheider ansprechen willst, um Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen, dann lohnt sich der Aufwand auf Xing kaum noch. Die Plattform ist nicht mehr der richtige Ort dafür. Ich würde Xing heute allenfalls als passive Präsenz halten, aber keine aktive Vertriebsenergie dort hineinstecken.

LinkedIn und spezialisierte Tools: So baust du deine Lead-Pipeline

LinkedIn ist der Ausgangspunkt, aber kein vollständiges System für systematische B2B-Leadgenerierung. Die Plattform zeigt dir, wer jemand ist, aber sie sagt dir nicht, welche Unternehmen gerade aktiv nach einer Lösung suchen, die du anbietest. Dafür brauchst du zusätzliche Recherche-Werkzeuge.

Spezialisierte Tools wie LeadScraper ergänzen LinkedIn sinnvoll: Statt manuell Profil für Profil zu durchsuchen, kannst du per Freitext-Beschreibung genau definieren, wen du suchst, und erhältst eine frisch generierte Liste mit verifizierten Kontaktdaten. Das spart Zeit, die du dann für die eigentliche Ansprache auf LinkedIn nutzen kannst. Wenn du dann noch verstehst, wie du LinkedIn gezielt für DACH-Leadgenerierung einsetzt, hast du eine funktionierende Pipeline.

Fazit: LinkedIn ist keine Option, sondern Standard

Xing und LinkedIn sind heute keine gleichwertigen Alternativen mehr. Xing hat sich bewusst aus dem B2B-Vertrieb zurückgezogen und ist ein Recruiting-Tool geworden. LinkedIn hingegen ist die Plattform, auf der B2B-Entscheider im DACH-Raum aktiv sind, Inhalte konsumieren und Kaufentscheidungen vorbereiten.

Wenn du im B2B-Vertrieb aktiv bist, solltest du LinkedIn als festen Bestandteil deines Prozesses behandeln: Profil optimieren, regelmäßig Content posten und den Sales Navigator für gezielte Suchen nutzen. Wie du dabei den ersten Kontakt richtig formulierst, macht oft den Unterschied zwischen Antwort und Schweigen. Xing kannst du als passive Präsenz behalten, aber deine aktive Vertriebszeit gehört auf LinkedIn.

Häufige Fragen zu Xing und LinkedIn im B2B-Vertrieb

Ist Xing noch relevant für B2B-Unternehmen?

Für aktiven B2B-Vertrieb ist Xing heute kaum noch relevant. Die Plattform hat sich seit 2023 auf Jobsuche und Recruiting konzentriert. Entscheider, die du als Kunden gewinnen möchtest, sind dort deutlich weniger aktiv als auf LinkedIn.

Lohnt sich LinkedIn Sales Navigator wirklich?

Ja, für Teams mit regelmäßigem Outbound-Bedarf lohnt sich der Sales Navigator. Er ermöglicht präzise Suchen nach Zielgruppen und spart erheblich Zeit bei der Recherche. Für kleinere Teams oder Einzelpersonen kann auch das kostenlose Profil mit gezielter Content-Strategie ausreichen.

Kann ich LinkedIn und Xing gleichzeitig nutzen?

Technisch ja, aber der Aufwand lohnt sich selten. LinkedIn erfordert regelmäßige Aktivität, um Reichweite aufzubauen. Deine Zeit ist besser investiert, wenn du dich auf LinkedIn konzentrierst und Xing allenfalls als passive Präsenz pflegst.

Wie viele Entscheider sind auf LinkedIn aktiv?

Weltweit sind laut LinkedIn über 65 Millionen Entscheidungsträger und 10 Millionen C-Level-Executives auf der Plattform aktiv. Im DACH-Raum nutzten im Februar 2025 rund 26 Millionen Menschen LinkedIn – mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil an Fach- und Führungskräften.

Welche Alternative gibt es zu LinkedIn für B2B-Leads?

LinkedIn ist für die direkte Ansprache die stärkste Plattform. Für die vorgelagerte Recherche, also das Finden der richtigen Ansprechpartner in deiner Zielgruppe, ergänzen spezialisierte Leadgenerierungs-Tools die Plattform sinnvoll. Einen Überblick über die gängigsten Ansätze findest du in unserem Artikel zur effektiven Leadrecherche.

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